Foto von Cira Moro, Stuttgart - Verwendung nur mit ihrer Zustimmung

 

 

Biographisches Gespräch

in radioDuo extra am 3.10.2007

BR 3.10.07.mp4
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ÜBER MICH:

 

Aufgewachsen, zur Schule gegangen und bei der Bundeswehr gedient: in Böblingen. Nach dem Jura-Studium in Tübingen und der Referendarzeit ab August 1975 bei der Justiz tätig – zunächst als Haftrichter in Stammheim, dann als Zivilrichter und schließlich als Strafrichter beim Amtsgericht Stuttgart.

Ab August 1976 Dezernent bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart – u.a.

  • Mitglied des Ermittlungsteams, das die "Todesnacht von Stammheim" am 18.10.1977 mit den drei toten RAF-Häftlingen Baader, Ensslin und Raspe untersuchte, sowie
  • Anklagevertreter im Strafprozess gegen Rechtsanwalt Dr. Klaus Croissant, der wegen Unterstützung der RAF verurteilt wurde.


Ab August 1980 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundesanwalt-schaft in Karlsruhe; dort u.a.

  • einer von 4 Ermittlern (inzwischen der einzige noch lebende) bezüglich des rechtsextremistischen Sprengstoffattentats auf das Oktoberfest in München, das am 26.9.1980 neben zahlreichen Verletzten 13 Tote forderte;
  • Sachbearbeiter der im Herbst 1982 entdeckten RAF-Depots, an denen im November Brigitte Mohnhaupt, Adelheid Schulz und Christian Klar verhaftet wurden;
  • Mitverfasser und Koordinator der Anklagen gegen die RAF-Mitglieder Peter-Jürgen Boock, Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar sowie
  • Anklagevertreter im Boock-Prozess.


Ab Mai 1985 Leiter des Referats „Strafverfahrensrecht“ im Justizministerium Baden-Württemberg.

Ab Juni 1987 (nunmehr) Planbeamter der Bundesanwaltschaft; jetzt u.a.

 

a) Sachbearbeiter des Ermittlungsverfahrens wegen des Attentats auf Hanns-Martin Schleyer (u.a. verantwortlich für die Feststellung jener RAF-Täter, die Schleyer am 5.9.1977 in Köln entführt und seine vier Begleiter ermordet haben);

 

b) mitverantwortlich für die Aufklärung

  • der tödlichen Schüsse auf zwei Polizeibeamte an der Startbahn 18 West des Frankfurter Flughafens am 2.11.1987,
  • des Mordes an drei Türkinnen durch den Brandanschlag von Mölln am 23.11.1992 sowie
  • des ersten Brandanschlags auf eine deutsche Synagoge nach der Reichskristallnacht, nämlich in Lübeck am 25.3.1994;

 

c) (Mit-)Verfasser der Anklageschriften gegen die Beschuldigten in diesen drei Verfahren sowie gegen die RAF-Mitglieder Werner Lotze und Eva Haule;

 

d) Vernehmender bei der Lebensbeichte von Peter-Jürgen Boock sowie der des ersten RAF-Kronzeugen, Werner Lotze;

 

e) Anklagevertreter der Bundesanwaltschaft

  • im Startbahn-Prozess,
  • im Mölln-Prozess,
  • im Synagogen-Prozess sowie
  • in den RAF-Prozessen gegen Werner Lotze, Sigrid Sternebeck und Ralf Baptist Friedrich sowie Eva Haule.

 

Von 1989 bis 2001 für die Liste der Freien Wählervereinigung Gemeinderat in Sersheim/Kreis Ludwigsburg.

 

Nach der Tätigkeit bei der Bundesanwaltschaft ab Oktober 1995 Chef der Staatsanwaltschaft Stuttgart.

 

Ab Juli 2001 bis zur Pensionierung am 30.6.2013 als württembergischer Generalstaatsanwalt verantwortlich für alle Staatsanwaltschaften in Württemberg. Dementsprechend auch zuständig für Aufsehen erregende Straftaten in Württemberg, darunter

  • der Mord an der Polizeibeamtin Michéle  Kiesewetter am 25.4.2007 in Heibronn, der dem NSU zugerechnet wird,
  • der Amoklauf von Winnenden und Wendlingen am 11.3.2009 mit insgesamt 15 Toten,
  • die Delikte im Zusammenhang mit "Stuttgart 21", insbesondere während des "Schwarzen Donnerstags" am 30.9.2010.

 

Von 2004 bis 2013 Mitglied der Projektgruppe "Zusammenarbeit von Polizei und Justiz auf dem Gebiet der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus", die sich nach den ersten islamistischen Attentaten in Europa – insbesondere nach dem Bombenanschlag auf Vorortzüge von Madrid am 11.3.2004 mit 191 Toten – mit der Verhinderung solcher Terrortaten befasste.

 


Von 2003 bis 19.3.2014 Vorstandsvorsitzender des Verbands der Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg e.V..

 

 

Seit 1.1.2014 der Landeskammeranwalt beim Landesberufsgericht für Ärzte in Baden-Württemberg.

landesberufsgericht.pdf
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Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland - verliehen durch Bundespräsident Gauck im Juli 2015.

 

 

Ab November 2018 Mitglied der von der baden-württembergischen Landes-regierung eingesetzten "Kommission Kinderschutz zur Aufarbeitung des Missbrauchsfalls in Staufen und zur Weiterentwicklung des Kinderschutzes", die das Ergebnis ihrer Arbeit am 17.2.2020 präsentiert hat.

Kommission Kinderschutz stellt Abschluss[...]
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