"Gegen den Terror - Erinnerungen eines Staatsanwalts"

VERRAI-Verlag, 

ISBN 978-3-9818041-4-0

Oktober 2016

 

Zum Inhalt heißt es:

"In seinen Erinnerungen beschreibt Klaus Pflieger die Entwicklung des Terrorismus in Deutschland von den ersten Brandanschlägen im Jahr 1968 bis zur Bedrohung durch islamistische Anschläge im Sommer 2016. Dabei schildert er seine unmittelbare Beteiligung an  zahlreichen Ermittlungen, etwa zur Schleyer-Entführung und anderen RAF-Anschlägen, zur Todesnacht von Stammheim, zum Bombenattentat auf das Oktoberfest 1980, zum Brandanschlag von Mölln 1992 und zum NSU-Mord an Michèle Kiesewetter 2007. Pflieger war auch Vernehmender und Anklagevertreter in mehreren dieser Strafverfahren sowie Mitglied einer Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des islamistischen Terrorismus. Bei seiner Darstellung ist ihm wichtig, durch Einschübe historische Themen (wie den 'Kalten Krieg') in Erinnerung zu rufen und juristische Besonderheiten (etwa die Haftentlassung von verurteilten Mördern) verständlich zu machen. in einem Fazit seines 'terroristischen Berufslebens' befasst er sich damit, wie wir künftig Terror verhindern könnten und auf Attentate reagieren sollten."

 

"Die Rote Armee Fraktion - RAF - 14.5.1970 bis 20.4.1998"

3. erweiterte und aktualisierte Auflage
Nomos-Verlag, 2011,
ISBN 978-3-8329-5582-3
 

Kurzbeschreibung des Verlags:
"Die RAF hat jahrelang mit zahlreichen Attentaten - vor allem mit der Schleyer-Entführung - Angst und Schrecken verbreitet. 1998 hat die Terrorgruppe ihre Auflösung verkündet; seither sind von ihr keine Anschläge mehr bekannt geworden. Von der knapp 28-jährigen Geschichte der RAF zeichnet der Autor in der erneut deutlich erweiterten 3. Auflage ein umfassendes Bild. Klaus Pflieger, heute Generalstaatsanwalt, war lange Zeit mit Terrorismus-Verfahren befasst: u.a. als Vernehmender bei Geständnissen von Aussteigern, als Verfasser der Anklageschriften gegen Boock, Lotze und Haule, als Koordinator der Anklage gegen Mohnhaupt und Klar sowie als Anklagevertreter in mehreren RAF-Prozessen.

In einer lückenlosen Chronik stellt Pflieger dar, wie die RAF entstanden ist, welche Konzepte und politischen Ziele sie hatte, wie die einzelnen Aktionen geplant und durchgeführt wurden, wer für welches Verbrechen verantwortlich war, welche Strafen verhängt wurden und wie der RAF-Terror ein Ende gefunden hat. Dabei erläutert er auch, wie der Staat durch Urteile und neue Gesetze auf die "Kriegserklärung" der Terroristen reagiert hat und weshalb die meisten Verurteilten heute wieder auf freiem Fuß sind. Schließlich setzt er sich mit den Fragen auseinander, wie die "Omertà" der RAF durchbrochen werden könnte und welche Lehren aus der RAF-Zeit gezogen werden sollten."

 

 

"Die Geschichte(n) der württembergischen Staatsanwaltschaften"
IPa Verlag 71665 Vaihingen/Enz - Juni 2009
ISBN 978-3-933486-71-4
 

Kurzbeschreibung des Verlags:

"Die Entstehung und Entwicklung der Staatsanwaltschaften in Württemberg ist ein Spiegelbild der deutschen Geschichte vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart hinein. Bisher ist "die Geschichte der württembergischen Staatsanwaltschaften" jedoch nirgendwo genau festgehalten. Deshalb haben es aktive und pensionierte Kolleginnen und Kollegen unternommen, diese Lücke zu schließen. Das vorliegende Ergebnis ihrer Materialsammlung verknüpft eine eher abstrakte Darstellung der Geschichte der Staatsanwaltschaften mit der lebensnahen Schilderung einzelner interessanter "Geschichten" und besonderer Ereignisse bis hin zu Anekdoten aus dem täglichen Berufsleben.
Klaus Pflieger (als Herausgeber) und 30 Mitverfasser haben diese Darstellung der staatsanwaltlichen Geschichte und spektakulärer Geschichten - von der Hexenverfolgung im Mittelalter bis zum Amoklauf von Winnenden am 11.3.2009 - zusammengestellt."

 

 

"Die Opfer der RAF"
Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Hrsg.) 2009. 144 Seiten, 19 s/w-Abbildungen, 13 x 20 cm, brosch. 14,90 € ISBN 978-3-7650-8509-3
 

Kurzbeschreibung des Verlags:
Die Themen RAF und der Deutsche Herbst 1977 waren 2007 in allen Medien präsent, das Interesse daran enorm. Erst in jüngster Zeit rücken die traumatisierenden Folgen von Attentaten, Überfällen, Geiselnahmen und Entführungen für die Opfer und deren Familien ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Die Vorträge des viel beachteten 20. Stuttgarter Symposions 2007 werden in diesem Band zusammengefasst. Dr. Thomas Schnabel (Leiter des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg): Die Opfer der RAF. Eine Einführung / Dr. Oliver Tolmein (Rechtsanwalt): Politisch motivierte Gewalt und die Schwierigkeiten des Bereuens – die RAF, ihre Opfer und das Strafrecht / Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter (Psychoanalytiker): Täter – Opfer – Versöhnung / Werner Birkenmaier (Journalist): Das Bild der RAF-Opfer in der Berichterstattung / Klaus Pflieger (Generalstaatsanwalt): Der „Deutsche Herbst“ aus heutiger Sicht / Prof. Dr. Friedrich Pohlmann (Soziologe): Der deutsche Terrorismus im „roten Jahrzehnt“ – seine Sympathisanten und Opfer / Prof. Dr. Michael Buback: Gnade und Recht Zielgruppe Politisch und historisch Interessierte, Zeitzeugen und Nachgeborene

 

 

"Matthias Erzberger als Opfer politischer Gegner"
Artikel in „Matthias Erzberger 1875 - 1921 Patriot und Visionär“, Herausgeber: Christoph E. Palmer und Thomas Schnabel, Hohenheim-Verlag, 2006,
ISBN 10: 3-89850-141-8
ISBN 13: 978-3-89850-141-5
 

Kurzbeschreibung:
Im August 1921 wurde Matthias Erzberger, einer der führenden demokratischen Politiker der jungen Weimarer Republik, im Alter von 45 Jahren von Nationalisten im Schwarzwald ermordet. 2004 wurde in seinem Geburtshaus in Münsingen-Buttenhausen die erste Erinnerungsstätte für diesen deutschen Patrioten und Visionär eröffnet. Was bedeutet Erzberger für uns - mehr als 80 Jahre nach seinem Tod? In diesem Buch soll sein Wirken aus der heutigen Perspektive beleuchtet werden. Dies reicht von Erzberger als Finanzminister über seine Bedeutung als Anwalt der kleinen Leute, als Parlamentarier und als Politiker neuen Typs bis zu Erzberger als Thema einer Erinnerungsstätte.
In dem Buch wird sein Wirken aus heutiger Perspektive von insgesamt 12 Verfassern - unter ihnen Paul Kirchhof und Erwin Teufel - beleuchtet. Klaus Pflieger befasst sich mit dem Thema "Matthias Erzberger als Opfer politischer Gegner".

 

 

 

"Die Aktion Spindy - Die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Dr. Hanns-Martin Schleyer"
Nomos-Verlag, 1997,
ISBN 3-7890-4598-5 (vergriffen, inzwischen aber Bestandteil des RAF-Buches)
Kurzbeschreibung des Verlags:
"Keine terroristische Aktion hat die Bundesrepublik so in Atem gehalten wie die Schleyer-Entführung. Auch nach fast 20 Jahren sind die Geschehnisse jener Zeit vom 5. September bis zum 18. Oktober 1977 vielen noch lebhaft in Erinnerung. Aber erst die Festnahmen von "Aussteigern" aus der RAF nach dem Mauerfall und die Kronzeugenregelung konnten die jahrelange Mauer des Schweigens brechen. So weiß man erst jetzt, wie die Entführung Schleyers vorbereitet und durchgeführt wurde und wer die einzelnen Tatbeiträge geleistet hat.
Die Darstellung der Schleyer-Entführung ist das Ergebnis jahrelanger Ermittlungen des Autors. Klaus Pflieger war als Oberstaatsanwalt bei der Bundesanwaltschaft u.a. Anklageverfasser gegen Peter-Jürgen Boock, Koordinator der Anklage gegen Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar, vernahm 1990 den ersten aussagewilligen Aussteiger der RAF (Werner Lotze) und war dann auch Vernehmender bei der "Lebensbeichte" von Boock vom März bis Mai 1992. Seine Darstellung der Aktion "Spindy" (wie Schleyer von seinen Entführern genannt wurde) basiert in erster Linie auf den Angaben und Erläuterungen von Tatbeteiligten und den polizeilichen Fahndungsergebnissen. Abschließend erläutert Pflieger die Bedeutung der Schleyer-Entführung für die aktuelle Diskussion über die heutige Rolle der RAF und die stark divergierenden Konzepte für ihre Zukunft. Sowohl zur Schleyer-Entführung als auch zu den momentanen Richtungskämpfen innerhalb der RAF zitiert der Autor nicht nur die Schlüsseldokumente, sondern hat auch erstmalig von der Bundesanwaltschaft und vom Bundesjustizministerium die Erlaubnis für diese Veröffentlichung erhalten."